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Behindertengerechter Urlaub: Gute Planung ist alles

Körperliche, seelische oder geistige Einschränkungen halten immer weniger Menschen davon ab, eine Reise zu buchen. Bei guter Planung ist für sie ein Urlaub fast in der ganzen Welt möglich.

Behinderungen sind in ihrer Art und ihrem Grad nach sehr unterschiedlich. Neben Rollstuhlfahrern gibt es zum Beispiel Menschen mit Geh-, Hör- oder Sehbehinderungen, Dialysepatienten oder Menschen mit geistiger Behinderung. Sie alle haben in ihrem Alltagsleben und während eines Urlaubs besondere Ansprüche, auf die sich inzwischen eine Vielzahl von Reiseveranstaltern, Hotels, Ferienwohnungen oder Pensionen eingestellt hat.

Sie werben bei den Abenteuerlustigen mit rollstuhlgerechten Urlaubsreisen, die in alle Kontinente führen und meistens als Gruppenreise angeboten werden. Die Hotels und Routen sind im Vorfeld auf Barrierefreiheit getestet worden. Zum Angebot gehören große Aufzüge, geräumige Zimmer und Badezimmer, Türen, die über eine Mindestbreite verfügen, behindertengerechte Toiletten, unterfahrbare Waschbecken und Haltegriffe. Restaurants und die Außenanlagen wie der Swimmingpool können barrierefrei erreicht werden. Für Hör- oder Sehgeschädigte halten einige Unterkünfte Licht- oder Vibrationswecker vor. Wenn ein Hotel oder eine Reiseagentur mit dieser Ausstattung wirbt, kann in der Regel davon ausgegangen werden, dass die Angaben stimmen. Telefonate mit der Agentur oder der Unterkunft klären Detailfragen ab.

Was für eine Hotelanlage gilt, muss für das Umfeld nicht zutreffen. Wer eine Rundreise oder eine Safari buchen möchte, sollte alle Hinweise genau lesen, die zum Beispiel das Thema „Toilette“ ansprechen. Da nicht alle Toiletten behindertengerecht ausgestattet sind, sollte entweder ein Toilettenrollstuhl, ein Urinalcondom oder eine Frauenreisetoilette mitgenommen werden. Die barrierefreien Angebote werden permanent erweitert, sodass inzwischen Reisebusse mit Liften oder auch zusätzliche Hilfen in verschiedenen Hotels vorhanden sind. Wer alleine reisen möchte, kann in manchen Fällen eine Reisebegleitung, eine Pflegerin und auch modernste Technik wie einen Strandrollstuhl buchen. Für Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung ist es auch möglich, in schönster Umgebung betreute Ferien zu buchen. Einige Städte bieten für Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte barrierefreie Rundwege an.

09.07.2010