Strom-Verbrauch kontrollieren - Energie ist wertvoll
Durch die gezielte Überwachung des Stromverbrauches eines Haushaltes lassen sich Stromkosten senken. Oft sind es kleinere Geräte, die den Energieverbrauch künstlich in die Höhe treiben.
Der Stromverbrauch eines deutschen Zweipersonenhaushaltes liegt durchschnittlich bei 2.800 kWh. Während Kühl- und Gefriergeräte (24%), Kleingeräte für Haushalt und Pflege (24%), Beleuchtung (19%) und Kochgeräte (12%) die Liste der stromintensivsten Gegenstände anführen, lassen sich Unterhaltungselektronik, Computer, Wäschetrockner, Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen in ihrem durchschnittlichen Jahresverbrauch bei unter 10% einordnen. Um einen anständigen Strom-Verbrauch kontrollieren zu können, ist die genaue Betrachtung der Haushaltgröße und der entsprechenden Haushaltgewohnheiten wichtig. Denn trotz angegebener Durchschnittswerte unterscheidet sich die Energieverteilung durch die unterschiedliche Personenzahl und die unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten zwischen einem Single-Haushalt und einem Vierpersonenhaushalt enorm. Während in einem Single-Haushalt, prozentual betrachtet, das Kühlgerät die meisten Kosten erzeugt, wird in einem Vierpersonenhaushalt die Verbrauchsliste durch Waschmaschinen und Warmwasserzubereitung angeführt.
Um eine Kontrolle über den Stromverbrauch im Haushalt zu erreichen, sollte ein Überblick über den Verbrauch eines jeden elektrischen Gerätes im Haushalt bestehen. Altgeräte verbrauchen häufig mehr Strom, als gleichwertige Neue. Bei Neuanschaffungen kann der Stromverbrauch des entsprechenden Gerätes erfragt oder der Gebrauchsanweisung entnommen werden. Stand-by-Geräte ziehen Strom, auch wenn sie gerade nicht in Betrieb sind und erzeugen in der Masse einen beträchtlichen Anteil am Stromverbrauch. Auch viele andere kleine Elektrogeräte sind ständige Energieverbraucher. Geräte, die mit Transformatoren arbeiten, wie beispielsweise Netzstecker, verbrauchen Strom, solange der Stecker in der Steckdose bleibt. Abschaltbare Steckdosenleisten können dies verhindern. Akkubetriebene Geräte, wie Telefone und elektrische Zahnbürsten ziehen ebenfalls kontinuierlich Strom und sollten nur in der Ladestation stehen, wenn der Akku leer ist.
Eine weitere Möglichkeit zur Kontrolle des eigenen Stromverbrauchs ist der Gang zur Energieberatung. Im Internet, auf entsprechenden Seiten zum Thema, finden sich alle in Deutschland registrierten Energieberatungsstellen. Bundesweit werden schon seit einiger Zeit alternative Stromanbieter beworben. Auch hier kann eine Beratungsstelle für Verbraucher durch Informationen und Beratung weiter helfen. Neben Energiekosteneinsparung kann ein neuer Stromanbieter ein Beitrag für mehr Wettbewerb auf dem Strommarkt und Umweltschonung sein.
Der Handel bietet Strommessgeräte an. Diese werden zwischen Steckdose und das elektrische Gerät geschaltet. Über einen längeren Zeitraum lässt sich so nachweisen, welches Gerät die Stromrechnung am meisten belastet oder welche Geräte in der Summe den höchsten Energieverbrauch des Haushaltes ausmachen.
14.08.2010